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  • Wärmepumpen nutzen zu einem überwiegenden Teil regenerative Umweltwärme wie Erdwärme, Wasser oder Luft. In den meisten Teilen Nordrhein-Westfalens ist die Erdwärme ausreichend für eine Nutzung als Wärmequelle vorhanden. Die Wärmequelle, die überall zur Verfügung steht, ist Luft.

  • Die Wärmepumpe lässt sich hervorragend mit Solarthermie zur Brauchwassererwärmung, aber auch zur Heizungsunterstützung betreiben. Das von der Sonne erwärmte Wasser aus dem Kollektor kann seine Wärme direkt über Wärmetauscher an das Kältemittel abgeben. So können auch niedrige Temperaturen im Frühjahr und Herbst effizient genutzt werden.

  • Mit einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach kann, je nach Größe und Ausrichtung der Dachfläche, zwischen 30 und 50 % des Stromes für die Wärmepumpe selber produziert werden. Ein multifunktionaler Wechselrichter übernimmt dabei die Aufgabe, die Stromproduktion und den -verbrauch abzugleichen. Zusätzlich kann ein Akkuspeicher mit eingebunden werden, der den Eigenstromverbrauch auf bis zu 80% steigern kann.

  • Wärmepumpen werden nach der Art der Wärmequelle und der Wärmeübertragung unterschieden:

    • Wasser/Wasser-Wärmepumpen: Wärmequelle = Grundwasser, Seen, Flüsse / Wärmeübertragung = Heizsystem, Warmwasser
    • Sole/Wasser-Wärmepumpen: Wärmequelle = Erdwärme, Solemittel / Wärmeübertragung = Heizsystem, Warmwasser
    • Luft/Wasser-Wärmepumpen: Wärmequelle = Luft / Wärmeübertragung = Heizsystem, Warmwasser)
    • Luft/Luft-Wärmepumpen: Wärmequelle = Luft / Wärmeübertragung = Luft.

    Nutzt eine Wärmepumpe mehrere Wärmequellen, nennt man sie Hybridwärmepumpe.

  • Viele Energieversorgungsunternehmen bieten spezielle Wärmepumpentarife an, die ca. 5 bis 8 Cent günstiger als der normale Hausstromtarif sind. Meistens wird der Strom zu Zeiten mit besonders hoher Netzauslastung abgeschaltet. Das wird bei der Planung berücksichtigt, sodass das Gebäude trotzdem rund um die Uhr mit Heizungswärme und warmen Wasser versorgt ist.

  • In einem geschlossenen Kreislauf wird ein Kältemittel über einen Wärmetauscher mit Umweltwärme in Verbindung gebracht. Das Kältemittel hat die Eigenschaft, bereits bei sehr geringen Temperaturen seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig unter Aufnahme von Energie zu wechseln. Das gasförmige Kältemittel wird in einem Kompressor verdichtet und erhitzt sich dabei stark. Über einen zweiten Wärmetauscher wird diese Wärme an den Heizungskreislauf abgegeben. Dabei wird das Kältemittel wieder flüssig, der vom Kompressor aufgebaute Druck wird über ein Entspannungsventil abgebaut und der Kreislauf beginnt von neuem.

  • Bei den Gaswärmepumpen gibt es drei verschiedene Funktionsweisen:

    • Gasmotorisch betriebener Kompressor, ansonsten wie Elektrowärmepumpe
    • Absorptionswärmepumpen, bei denen zwei Kältemittel gemischt und mit einem Gasbrenner wieder entmischt werden
    • Adsorptionswärmepumpen, bei dem das Kältemittel (z.B. Wasser) an einen Adsorber (z.B. Zeolith) angelagert und später mit einem Brenner wieder getrennt wird.

  • Es gibt auf Bundes- und Landesebene verschiedene Förderprogramme, die Sie dabei unterstützen, Ihr Zuhause energieeffizient und regenerativ zu gestalten. Das Förder-Navi bietet eine Übersicht, welche Leistungen Sie nutzen können. Hier geht’s zum Förder-Navi.

  • Bis zum Ende des Jahres 2018 waren in Nordrhein-Westfalen ca. 176.000 Wärmepumpen im Einsatz. Laut einer Studie des Bundesverbandes Wärmepumpen e.V. geht man davon aus, dass bis zum Jahr 2030 ca. 0,8 – 1,6 Mio. Wärmepumpen in Nordrhein-Westfalen und 4-8 Millionen Wärmepumpen in Deutschland in Betrieb sein werden.

  • Neben der Landesförderung progres.nrw unterstützt die Landesregierung über die EnergieAgentur.NRW, das Netzwerk Geothermie NRW und den Wärmepumpen-Marktplatz NRW die Nutzung von Wärmepumpen. In Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Hochschulen und weiteren Institutionen werden viele Veranstaltungen und Informationsmaterialien zum Thema Wärmepumpe und auch zur Kombination Wärmepumpe mit Photovoltaik angeboten.